Februar bis Mai

Sonntag, 08. Februar 2015

Der Text für die Broschüre ist fertig. Nun sitze ich daran, einige Begriffe zu erklären. Das ist gar nicht so einfach, denn schließlich sagen sie mir natürlich alle etwas – sonst hätte ich sie ja nicht verwendet. Doch wo anfangen und wo aufhören? Gerade in einem solchen Fall muss ich als Autor Mut zum Risiko zeigen.

Ich merke allerdings auch, dass diese Texte nicht so leicht fließen wie das Vorherige – mag sein, dass ich dabei dann doch noch zu sehr im Kopf bin, oder anders formuliert, länger brauche, um in den eigentlichen Fluss des Textes zu gelangen. Wie dem auch sei, es ist nun nicht mehr allzu viel und eine weitere Broschüre ist fertiggestellt.

Ich erwähnte es schon im letzten Text. Dieses Mal war meine Aufgabe nicht nur, den Text zu verfassen, sondern außerdem etwas damit zu machen. Inzwischen hat mich der Inhalt dazu inspiriert, sehr viel intensiver als bisher alles auszuleiten, was mein Körper an Ungutem abgespeichert hat. Eine Bekannte hat zur gleichen Zeit ebenfalls damit angefangen. Wir sind beide begeistert – und ich beobachte fast schon amüsiert, wie sich diese Dinge, die mein Leben bestimmen, nicht nur ergänzen sondern auch befruchten.

Und wie das bei mir oft so ist, kamen dann auch Ideen für andere Texte und Arbeiten, was dann schlussendlich mich dazu brachte, noch einmal eine meiner Seelenbiografien zu lesen – nämlich die von Jacques, dem Troubadour und Templer. Und nun spüre ich den Wunsch, eine weitere zu verfassen. Ich weiß schon seit einiger Zeit, dass meine Gotlindis darauf wartet, jetzt scheint endlich die Zeit dazu reif zu sein.

Dann zeigte sich mir aber noch etwas weiteres, was ich noch nicht fassen kann. Ich kenne dieses Gefühl inzwischen sehr gut und bin mittlerweile auch in der Lage, es so stehen lassen zu können, ohne ungeduldig zu werden. Zurzeit wechseln die Bilder und Gefühle noch zu sehr, als dass ich es greifen könnte. Es hat etwas mit meinem Leben als Jacques zu tun, aber auch mit den anderen Leben, der Inkarnationslinie, wie ich es nenne, und noch etwas anderem, das ich zurzeit nur wie in einem Nebel wahrnehme.

Mir will scheinen, dass zumindest für mich die Zeit reif ist, mich mit der Inkarnationslinie zu beschäftigen, die weit über dieses eine Erdendasein hinaus geht. Ich habe noch überhaupt keine Ahnung, wie das aussehen soll. Aber es scheint wichtig zu sein, da es mir in letzter Zeit immer wieder auf unterschiedlichste Art vor Augen geführt wird.

Dienstag, 10. März 2015

Anscheinend breche ich dieses Jahr ständig mit Traditionen. Einerseits habe ich schon vor einiger Zeit eine Broschüre begonnen, und doch hier noch nichts eingetragen. Andererseits frage ich mich, ob das, was ich da begonnen habe, überhaupt eine Broschüre – oder ähnliches – geben wird. Meine Gotlindis wartet sozusagen geduldig, bis ich für sie Zeit habe. Und auch Rachel möchte, dass ich noch mehr über sie schreibe – mehr als ich in dem ‚Weg der Zweiundzwanzig‘ festgehalten habe.

Diese Broschüre, von der ich nicht weiß, was es werden wird, handelt von anderen Sternen, solchen, mit denen ich mich schon vorher beschäftigt hatte – allerdings nie sonderlich intensiv. Auf einmal aber sollte es tiefer gehen. Der erste Impuls war, Texte und Symbole aufzuzeichnen, der zweite, zu bestimmten Orten auf der Erde, an denen ich schon einmal gelebt und mich mit den Sternen verbunden hatte, symbolisch aufzumalen.

Im Gegensatz zu manchem literarischen Werk geht es nur stockend voran. Es bedarf immer wieder bestimmter Impulse, die ich nicht steuern kann, um etwas zu schreiben. Dieses Etwas ist selten mehr als zwei DIN A5 Seiten.

Seltsamerweise hindert mich dieses Werk außerdem, die Leben von Gotlindis oder Rachel aufzuzeichnen. Sonst konnte ich immer mehrere Werke nebeneinander herlaufen lassen. Anscheinend ist dies hier nicht möglich. Oder aber – das ist mir auch nicht neu – es fehlen noch Informationen, um Gotlindis und Rachel gerecht zu werden; Informationen, die ich über dem Schreiben dieses seltsamen Werkes erhalten werde.

Sonntag, 10. Mai 2015

Und nun breche ich eine weitere Tradition. Ich breche nämlich hier an dieser Stelle für auf weiteres das Tagebuch ab. Ein anderes will nun geschrieben werden, das sich ausschließlich mit einem einzigen Werk befasst. Es hat mit dem im März erwähnten zwar zu tun, ist aber eher eine Art riesige Fortsetzung von damals. Hier werde ich nur noch notieren, wenn in der Zwischenzeit auch etwas anderes entstehen sollte.

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