Donnerstag, 18. Dezember 2014

Ich habe mir mal wieder englische Gedichte vorgenommen und landete dann bei dem wundervollen Elfenlied von John Keats. Nicht zum ersten Mal bezauberte es mich. Doch dieses Mal war ich anscheinend in einer Stimmung, die es nicht nur nachklingen ließ sondern mich inspirierte. Und so entstand innerhalb kürzester Zeit ein Gedicht.

Zuerst hatte es einen anderen Titel, doch dann wollte es „Andrés Lied für Lucien“ genannt werden. Ich ahne, warum. Es ist der Trost, den André seinem Freund geben wollte, als der an seinem Totenbett saß. In meinem Theaterstück sagte André: „Was hast du mein Lieber? Du musst nicht traurig sein. Das Ende ist doch nicht das Ende. Es beginnt immer wieder neu.“

Genau diese Stimmung vermittelt nun auch das Gedicht. Und mir scheint es ein wundervoller Trost – wofür und für wen auch immer. Vor allem die letzte Strophe gefällt mir ungemein:

Weine nicht, oh weine nicht
Freundschaft und Liebe nie zerbricht.
Hast du den Schleier selbst durcheilt,
Verändert nur sie bei dir weilt.
Verzage nicht, verzage nicht
An jedem Ende scheint ein Licht.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

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