Dienstag, 09. Dezember 2014

Es ist erstaunlich, das Werk ist nahezu vollendet. Hatte ich anfangs geglaubt, es ginge nur darum, meine eigene Vision ausführlicher zu beschreiben, so merkte ich schon bald, dass es bei der ersten Vision nicht bliebe. Jedes Mal, wenn ich ein Stück mehr geschrieben hatte, meldete sich eine Art Fortsetzung der Vision. Manchmal brachte dies mich dazu, eine schamanische Reise zu dem Thema durchzuführen, manchmal zeigte es sich, wenn ich für Klienten arbeitete. Und fast genau so oft, taten sich mir vollkommen neue Welten auf, während ich noch schrieb.

Nun, da nicht mehr viele Seiten zu schreiben sind, wundere ich mich über das, was da angesehen und geschrieben werden wollte. Gleichzeitig aber wunderte ich mich überhaupt nicht, denn das Geschriebene fühlte sich unwahrscheinlich vertraut an. So, als ob das Wissen darüber schon immer in mir gewesen wäre und nun endlich einen Weg in mein Bewusstsein gefunden hätte.

Für mich ist es endlich die Erklärung dafür, wie die Welt funktioniert. Ich weiß, dass es nicht die einzig mögliche Beschreibung davon ist. Sehr wohl aber ist es die einzig mögliche, die mich zufrieden stellt. Zumindest zurzeit sieht es so aus, als wenn es all meine Fragen erklären könnte. Zwar ging mir das schon mit anderen Texten so, aber zum ersten Mal besitze ich etwas, das auch Struktur hat. Dabei ist das Wort besitzen viel zu menschlich und deshalb zu kurz gegriffen.

Stunden später: es ist soweit, das Werk ist fertig, das einzige, was noch fehlt, ist die Literaturliste, die ich anhängen will.

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