Mittwoch, 26. März 2014

Es ist fertig, das Buch über meine Tamar. Und es war wieder einmal spannend, an was ich da noch alles gekommen bin. Ich wusste schon vorher, dass sie Kontakt mit Zigeunern hatte. Ihr Vater hatte lange Jahre mit ihnen gelebt, hatte die Tochter mit ihnen bekannt gemacht. Und als sie aus der Kolchis wieder zurück auf den Balkan wanderte, tat sie dies zusammen mit Zigeunern. Das alles wusste ich schon. Auch, dass sie von einem Zigeuner etwas ganz besonderes lernte, das mit Karten zu tun hat. Doch da hatte ich bisher nie richtig sehen können, was es denn nun ist.

Genau dies aber meldete sich nun, als ich dieses Werk schrieb. Und ich finde es faszinierend. Zuerst aber sah ich noch etwas anderes. Dieser Rani – das ist der Zigeuner – lehrte sie, kranken Menschen Schmerzen zu nehmen, mit Berührungen und gemurmelten Worten. Eine Bemerkung, die er zu Tamar machte, fand ich besonders beachtenswert. Da sagt er ihr: „Es ist wichtig, dass du davon überzeugt bist, dass ein kranker Mensch nicht leiden muss, keine Schmerzen haben muss. Du wirst sehen, ob er sterben muss oder nicht. Daran kannst du nichts ändern. Aber du kannst ihm die Schmerzen nehmen. Ihm musst du nichts davon erzählen, wenn nur du überzeugt bist. Dann wird er dir glauben.“ Und bei ihr, dieser meiner wundervollen Tamar, funktionierte es.

Ich weiß ja, dass wir inzwischen an all dieses Wissen unserer anderen Ausdrücke kommen können, und so habe ich auch darum gebeten, an diese Sicherheit, diese Überzeugung wieder zu gelangen. Mit dem Kopf habe ich das schon lange gewusst.

Und dann sah ich, wie er sie die Arbeit mit den Karten lehrte. Es war ein seltsames Kartendeck, ähnlich wie Tarot, aber nicht genau so wie wir es heute kennen. Auch nicht wie die heutigen Zigeuner-Tarots. Er begann mit einer Karte, die sie auswählen sollte. Dann sollte sie den weichen Blick üben – fast so wie bei den Tafeln von Chartres. Nach ein paar Tagen dann funktionierte es, der weiche Blick bewirkte, dass sie in dem Bild Szenen sah, die sich bewegten. Und nach langer Übung konnte sie Fragen stellen und erhielt über die Bilder Antworten. Na, ist das nicht auch eine Art schamanische Reise? Wie mir scheint, habe ich das im Laufe meiner vielen Inkarnationen auf die unterschiedlichsten Art und Weisen angesehen.

Im Übrigen half jede Karte ihr bei besonderen Fragen. Und jetzt wundert es mich überhaupt nicht, dass ich vor einiger Zeit den Impuls erhielt, mir ein eigenes Kartenset zu gestalten. Die ersten vier Karten sind fertig.

 

 

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