Donnerstag, 13. Februar 2014

Ich hatte ja schon öfter geschrieben, dass mir die alten Meister lieber sind als die Zeitgenossen. Nun könnte ja manch einer behaupten, das sei alles kalter Kaffee, Schnee von gestern oder wie man es sonst benennen will. Das mag ja für manche Beschreibung zutreffen – obgleich ich das anders sehe – aber dann las ich gestern eine Geschichte von Evelyn Waugh und hatte fast so etwas wie ein De ja vue Erlebnis.

Die Geschichte nennt sich ‚Ausflug ins wirkliche Leben’ und handelt von einem Schriftsteller, der plötzlich von einer Filmgesellschaft angerufen wird. Ich musste ja so lachen, glich doch manches ganz dem, was ich letztens erlebte, als ich von einem Fernsehsender angesprochen wurde. Die gleiche abgehobene Welt, dieses Gefühl, dass die linke nicht weiß, was die rechte tut, und noch so ein paar Lächerlichkeiten mehr, auf die ich hier nicht eingehen will. Der Titel der Geschichte ist herrlich ironisch und die Beschreibung köstlich, vor allem die der Entwicklung eines Shakespeare-Films – es beginnt mit Hamlet – die dann sich selbst ad absurdum führt.

Ein Unterschied ist mir allerdings sehr wohl aufgefallen, nämlich meine Reaktion im Gegensatz zu der des Simon Lent. Jetzt frage ich mich nur, ob ich diese Geschichte nicht schon einmal gelesen habe – das Buch besitze ich schon seit mehreren Jahren – auch wenn ich mich nicht richtig daran erinnern konnte.

 

 

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